Biologischer Checkup

Die heute üblichen Vorsorgeuntersuchungen sind gar keine Vorsorgeuntersuchungen. Es wird nicht nach möglichen Schwachpunkten gesucht, sondern es geht darum, schon aufgetretene Störungen durch Routineuntersuchungen möglichst frühzeitig zu erkennen, um dann eine Antitherapie einzuleiten.

Das Grundsystem unseres Organismus umfasst ca. 80% der Gesamtzellmasse. Es ist das Ver- und Entsorgungssystem der Organzellen und gleichzeitig der Ursprung der Körperabwehr. Wegen seiner fundamentalen Bedeutung für die Gesundheit ist es sowohl zur Vorsorge als auch im Krankheitsfall der Hauptangriffsort jeder effektiven Behandlung.

Die fortschreitende Belastung unseres Körpers durch Toxine (Verschmutzung, Insek- tizide, Herbizide, Schwermetalle) führt zu veränderten medizinischen Krankheitsbil- dern. Neue Symptome treten auf, andere werden verschleiert.

Das Grundsystem schafft durch seine Allgegenwärtigkeit die Vereinigung aller Organ- zellen. Ein erfolgreicher Therapieansatz besteht deshalb in der Wiederherstellung der normalen Funktion dieses Grundsystems. Es muss von den in ihm abgelagerten Schlacken und Toxinen sowie von Entzündungsherden befreit werden. Damit können auch bei langwierigem, chronischem Verlauf neue Impulse gesetzt und Heilungen induziert werden.

Indiziert ist eine Sanierung des Grundsystems bei sämtlichen Formen von Allergien, allen chronischen Erkrankungen, bei Abwehrschwäche und bei allgemeiner Regula- tionsstarre zur Vorbereitung anderer Therapien, wie z. B. der Akupunktur und der Ho- möopathie.

Alle Vorsorge- und Therapiebemühungen müssen also im Grundsystem (Milieu) an- setzen. Damit gehandelt werden kann, müssen zuerst sein Zustand und seine Regu- lationsfähigkeit beurteilt werden. Verschiedene Blutuntersuchungen und die Regula- tionsthermographie (Messung von Wärmeveränderungen des Körpers) sind dabei hilfreich.

Das Wichtigste und Erstaunlichste aber ist, dass Änderungen des Blut- und Wär- meverhaltens oft schon Jahre vor dem Auftreten einer Funktionsstörung und vor allem einer Organerkrankung oder eines anderen klinisch noch nicht nachweisbaren Leidens zu bemerken sind. Schon jungen, sich gesund fühlenden Menschen kann man auf Grund ihres Thermogramms sagen, wo die Schwachstellen in ihrem Organismus zu finden sind.

Die Regulationsstörungen sind also die Ursache und nicht die Folge von Er- krankungen.

Der Gesundheitszustand des Grundsystems wird durch seine Regulationsfähigkeit, die Mikrozirkulation, die Tätigkeit des Darmes, das Säure-Basen-Verhältnis und die Leistungsfähigkeit der Atmungsfermente in den Zellen bestimmt. In den folgenden Abschnitten möchte ich Ihnen diese Problemkreise nun näherbringen.

 

Regulationsfähigkeit

Regulationsthermographie

Thermographie ist nichts anderes als Wärmemessung.

Schon die Ärzte des klassischen Altertums erfühlten mit ihrem Handrücken auf der Körperoberfläche ihres Patienten besonders warme oder besonders kalte Hautstellen und brachten diese in Beziehung zu Erkrankungen innerer Organe.

Heute machen wir uns diese alte Erfahrung mit Hilfe moderner Technik nutzbar. Elek-tronische Thermofühler ermitteln die Temperaturen der menschlichen Haut in Sekun-denschnelle mit grosser Genauigkeit - unbestechlich und unverfälscht. Ein ange-schlossener Computer zeichnet die ermittelten Werte auf. So lässt sich mit geübten Blicken jede Abweichung vom physiologischen Normwert auffinden und darstellen.

Eine erhebliche Erweiterung und Bereicherung erfährt diese so einfache und un- schädliche Diagnostik, wenn man die Hauttemperaturen nicht nur einmal, sondern zweimal misst, nämlich vor und nach einer Abkühlung. Damit wird der Körper zur Wärmeregulation gezwungen. Jede Körperstelle muss auf diesen Reiz hin ihre Tem- peratur ändern. Aus diesen Reaktionen lassen sich wichtige diagnostische Hinweise gewinnen, sowohl was die Reaktionsfähigkeit des Organismus als Ganzes anbelangt als auch im Hinblick auf jede einzelne gemessene Körperstelle.

Finden wir über diesem oder jenem Hautpunkt eine normale Regulation, eine ver- minderte oder eine überschiessende? Art und Ausmass der Wärmeveränderung geben also wichtige diagnostische Hinweise. Da jede Hautpartie durch einen nervalen Reflexbogen, der über das Rückenmark läuft, mit dem zu seinem Segment ge- hörenden inneren Organ verbunden ist, kann man aus dem Wärmeregulations- verhalten der Haut auf den Funktionszustand des entsprechenden Organs schliessen.

So ergibt die Regulationsthermographie ein Mosaik von Einzelwerten, das in der Aus- wertung durch den geschulten Arzt wertvolle Einblicke in den Gesamtzustand des Organismus und seine Funktionsfähigkeit vermittelt.

So lässt sich bei Problempatienten oft ein Hinweis finden auf ein bisher noch nicht erkanntes Leiden, auf verborgene Krankheitsursachen, auf gefährliche Auswirkungen. Es lassen sich Zusammenhänge mit einem Herd (z. B. kranke Zähne, Nebenhöhlen, Mandeln oder am häufigsten: Darm) erkennen.

Durch oberflächliche Injektionen an einer herdverdächtigen Stelle und eine an- schliessende Drittmessung lässt sich einwandfrei entscheiden, ob dieser Herd Einflüsse auf den Gesamtorganismus hat oder nicht. So kann man natürlich ver- hindern, dass z. B. Zähne nur auf Verdacht hin gezogen werden.

Das Wichtigste und Erstaunlichste aber ist ja, dass diese Wärmeveränderungen oft schon Jahre vor dem Auftreten einer Funktionsstörung und vor allem einer Organ- erkrankung oder eines anderen klinisch noch nicht nachweisbaren Leidens zu be- merken sind. Schon jungen, sich gesund fühlenden Menschen kann man auf Grund ihres Thermogramms sagen, wo die Schwachstellen in ihrem Organismus zu finden sind.

Die Regulationsstörungen sind, wie schon erwähnt, die Ursache und nicht die Folge von Erkrankungen.

Damit ist die Regulationsthermographie eine echte Vorsorgeuntersuchung, die Krankheiten verhüten hilft. Sie ist aber auch eine wertvolle Hilfe bei der Thera- pieplanung und der Kontrolle einer eingeleiteten Therapie, da man im Thermogramm die Fortschritte der Gesundung verfolgen kann.

Eine zuverlässige Aussage vermag die Thermographie aber nur zu geben, wenn Sie folgende Hinweise genau beachten:

  • Die Regulationsfähigkeit des Körpers nimmt im Laufe des Tages ab. Deshalb wird die Untersuchung in der Regel am Morgen durchgeführt.
  • Kommen Sie ruhig und entspannt zur Untersuchung, nicht erhitzt und nicht abge- kühlt.
  • Zwecks Anpassung an die Raumtemperatur müssen Sie vor der Messung eine hal- be Stunde entspannt im Wartezimmer verweilen. In dieser Zeit dürfen Sie sich auch keiner intensiven geistigen Beschäftigung hingeben, weil dies die Wärmewerte ver- ändern könnte. Diese Wartezeit ist für Sie unbedingt notwendig, damit sich der Kör- per an die Zimmertemperatur akklimatisieren kann. Werden Sie also nicht ungedul- dig und aufgeregt.
  • Halten Sie sich bitte für die ganze Untersuchung 2 1/2 Stunden frei.
  • Nehmen Sie zwei Tage vor der Untersuchung keine homöopathischen Mittel oder Vitaminpräparate ein. Schulmedizinische Medikamente müssen Sie selbstverständ- lich weiter nehmen. Ich möchte Sie bitten, im Zweifelsfall telefonisch nachzufragen.
  • Am Morgen der Untersuchung dürfen Sie ein leichtes Frühstück zu sich nehmen. Auf Bohnenkaffee, Schwarztee, Zigaretten und Alkohol müssen Sie verzichten, weil diese Produkte Hauttemperatur und Wärmeregulation beeinflussen.
  • Am Morgen der Untersuchung dürfen Sie sich nicht duschen oder den Körper kalt/ warm abwaschen, denn die Wärmeregulation ist sonst für viele Stunden nicht mehr exakt messbar. Verwenden Sie keine Kosmetika, weil diese die Wärmeleitung der Haut vermindern und zur Verschmutzung des hochempfindlichen Messfühlers füh- ren. Deodorant ist erlaubt.
  • Tragen Sie zur Untersuchung möglichst bequeme und nicht einengende Kleidung. Vermeiden Sie Kunstfasern. Schauen Sie darauf, dass auch Arme und Beine be- deckt sind (also langärmlige Bluse/langärmliges Hemd, Strumpfhose/lange Hose). Bei kalten Aussentemperaturen ist es auch sinnvoll, mit einem Pullover oder einer Jacke zur Untersuchung zu kommen. 

 

Regulationsfähigkeit der humoralen Abwehr

(Leukozytentest nach Pischinger)

Unter humoralem System werden die zirkulierenden Flüssigkeiten verstanden. Ich spreche im folgenden Abschnitt also über die Abwehr via Blut- und Lymphsystem.

Alle Veränderungen unserer Mikro- und Makroumgebung, der Ernährung, körperlichen Be- tätigung usw. wirken über die Grundsubstanz auf die kerngesteuerten, zellulären Synthesemechanismen. Derartige Beziehungen in gestörter Form liegen den grossen zivilisationsbedingten Systemerkrankungen zugrunde: Herzinfarkt, Arteriosklerose, Bluthochdruck, Rheuma und Tumoren.

Die Überwachung der aktuellen Leistungsfähigkeit des Bindegewebes und seiner Grundsubstanz, vor allem die Abwehr körperfremder Substanzen, unterliegt im wesentlichen dem Immunsystem. Zum Immunsystem mit Abwehr- und/oder Spei- cherfähigkeiten gehören nicht nur die weissen Blutkörperchen, sondern auch Lymph- knoten, Milz, Darmschleimhaut, Wandauskleidung der Blut- und Lymphkapillaren sowie die grossen Lymphgewebestrukturen (Peyersche Plaques) im Dünndarm.

Bevor es zu einer spezifischen, zellulär gesteuerten Antigen-Antikörper-Reaktion kommt, reagiert zunächst die Grundsubstanz in einer typischen, unspezifischen Weise. Es wird eine Alarmreaktion ausgelöst mit Schock- (Sympathicus-gesteuert), Gegenschock-(Para-sympathicus-gesteuert) und Rekonvaleszenzphase. Dabei treten stets entzündungs-relevante Veränderungen der Grundsubstanz auf. Die Bindege- webszellen reagieren darauf mit einer veränderten Grundsubstanzsynthese, die Or- ganzellen mit spezifischen Syntheseleistungen. Es ist klar, dass erhebliche Gefahren drohen, wenn es zu Störungen der Mikrozirkulation in der Grundsubstanz kommt.

 

Diagnostik

Zur Feststellung der Regulationsfähigkeit der Grundsubstanz messen wir die Reaktion des Immunsystems auf einen Reiz (Leukozytentest nach Pischinger). Das Grund- system wird ja vom Immunsystem überwacht.

Wir bestimmen die Leukozytenzahl (Fingerblutentnahme) und spritzen anschliessend einen biologischen Reizstoff (je 1 Amp. Ubichinon Injeel und Coenzyme comp.). Auf diesen Reizstoff reagiert das Immunsystem. Diese Reaktion können wir durch Zählung der Leukozyten nach einer und nach drei Stunden messen (Finger-blutentnahme). Um einen allenfalls krankheitsbedeutenden Herd festzustellen, werden diese Untersuchungen auf der rechten und der linken Körperseite durchgeführt.

Die normale Reaktion zeichnet sich dadurch aus, dass die Leukozytenzahl nach einer Stunde angestiegen (Antwort auf den Reiz) und nach drei Stunden auf den Ausgangswert zurückgekehrt ist (der Reiz war nicht bedrohlich).

 

Zelluläre Abwehr

Die Immunaktivität des Menschen wird nicht nur durch humorale, sondern auch durch zelluläre Mechanismen gewährleistet. Die zellvermittelte Immunität spielt eine ent-scheidende Rolle bei der Überwindung der meisten Virus- und Pilzinfektionen, aber auch bei der Elimination transformierten Zellgewebes (genetisch verändert= Tumorzellen). Bei Verdacht auf Immunschwäche oder bei einem schleichenden Krankheitsgeschehen ist zur genauen Diagnose und als Grundlage für die Therapiekontrolle der Funktionszustand der zellulären Immunabwehr zu bestimmen.

Ich teste die zelluläre Abwehr durch die gleichzeitige intrakutane Verabreichung von sieben verschiedenen Antigenen, mit denen sich unser Körper bereits ausein- andergesetzt hat. Nach lokaler Verabreichung dieser verschiedenen Antigene sollte eine typische Hautreaktion im Sinne einer Knötchenbildung auftreten, die wir als Mass für die akute Funktionsfähigkeit der zellvermittelten Immunreaktion heranziehen können.

Bei dieser Testung handelt es sich um eine Hautreaktion des verzögeren Typs. Die Beurteilung der Hautreaktion kann deshalb erst nach 48 Stunden vorgenommen werden.

 

Schwermetallbelastung

Über Schwermetallbelastung wird zunehmend gesprochen. Im Vordergrund steht dabei häufig das Amalgam (Quecksilber). Zunehmend an Bedeutung gewinnen heute aber Aluminium, Platin (Katalysatoren) und Cadmium, während die Gefahr einer Bleibelastung langsam abnimmt. Diese toxischen Mineralien werden dank des sauren Regens im Boden löslicher und somit von den Pflanzen besser aufgenommen.

Die Gefahr der Schwermetallbelastung besteht darin, dass im Zentrum der verschiedenen Enzyme, die alle Stoffwechselvorgänge erst möglich machen, immer ein Metallion sitzt. Schwermetalle haben die Tendenz, die richtigen Metallionen in diesen Enzymen zu verdrängen. Dann funktionieren diese Enzyme nicht mehr richtig, und die ganze Stoffwechsel-tätigkeit ist somit eingeschränkt.

Da in sehr vielen Enzymen Zink das zentrale Metallion darstellt, fördert ein Zinkmangel natürlich die Gefahr einer Schwermetallvergiftung. Bei Zinkmangel ver- sucht der Körper sich teilweise dadurch zu schützen, dass er das ebenfalls zweiwertige Kupfer anstelle von Zink in die Enzyme einbaut.

Wir weisen die Schwerbelastung des Körpers mit einer Urinuntersuchung nach. Die häufig gefundene Ausscheidung von Kupfer ist dabei eben nicht das Zeichen einer Kupfer-überlastung, sondern das Zeichen eines Zinkmangels und zeigt somit die Gefahr einer Schwermetallbelastung.

Werden toxische Metalle wie Quecksilber, Aluminium, Platin, Cadmium oder Blei gefunden, ist die Situation klar, und eine Ausleitung dieser Metalle hat höchste Priorität.

Wenn wir im Urintest keine Metallausscheidung finden, heisst das nicht, dass keine Belastung besteht, sondern nur, dass keine Schwermetalle ausgeschieden werden. Es könnte ja sein, dass Ihr Grundsystem die toxischen Metalle speichert.

Aus einem negativen Urintest dürfen wir also nicht den Schluss ziehen, dass alles normal sei. In diesem Falle ist es nötig, dass wir mit einem Chelatbildner (Mer- cuval/300 mg) versuchen, allfällig gespeicherte Schwermetalle zu lösen. Erst wenn wir dann keine toxischen Metalle finden, sind wir sicher, dass keine Belastung durch giftige Metalle besteht.

 

Darm


Über unseren Darm wird sämtliche Energie, die wir zur Aufrechterhaltung unseres Lebens brauchen, aufgenommen.

Erstaunt es deshalb, wenn der Darm mit einer Oberfläche von 300 m2 unser grösstes Organ ist?

Ist Ihnen bekannt, dass die Zahl unserer Körperzellen zehnmal kleiner ist als jene unserer Darmbakterien?

Warum sprechen wir immer nur über die Ernährung, aber so wenig über den Ofen, der die Nahrungsmittel aufschlüsselt?

Das einfachste Testmittel für die Gesundheit unseres Darmes ist die Menge von WC-Papier, die wir brauchen. Eigentlich müsste schon das erste Papier sauber sein.

Wesentlich ist der Säuregrad, der im Darm herrscht. Dieser Säuregrad ist nun im Mund identisch mit dem Stuhl-pH. Eine einfache pH-Messung des Speichels erlaubt uns also exakte Aussagen über den Säurezustand im Darm.

Das häufige Problem der Pilzbesiedlung des Darmes entdecken wir durch einen Abstrich im Bereich der Zungenwurzel. Es ist nämlich bekannt, dass jede Pilz- besiedlung des Darmes im Mund beginnt. Allerdings muss festgehalten werden, dass eine minimale Zahl von Pilzen im Darm als normal zu betrachten ist.

Die Pilze können sich von der häufigen Kugelform zu Pilzfäden umwandeln. Diese sind mit Hilfe eiweissauflösender Enzyme (Proteasen) in der Lage, richtige Löcher in die oberste Schicht der Schleimhaut zu fressen, so in diese einzudringen und in der Tiefe zu verschwinden. Dort können sie dann von schleimhautaktiven Antimykotika nicht mehr erreicht werden. Weil es im Dünndarm häufig zu diesem invasiven Wachstum kommt, finden wir dann keine Pilze im Stuhl. Die von diesen Candi- dapilzen gebildeten Gifte (Candidatoxine A + B) verhindern, dass die Fresszellen (Makrophagen) die Pilze verdauen können. Sie können auch von anderen Abwehrmechanismen nicht mehr erreicht werden, da sie ja in den Makrophagen versteckt sind. Die Pilze vermehren sich munter in diesen Abwehrzellen und perver- tieren diese quasi zu Ammen. Medikamente, die die Pilzproteasen hemmen könnten, sind noch in Entwicklung. Als momentan bestes Mittel gegen Proteasen hat sich der altbekannte Obstessig erwiesen.

Pilze müssten also früh chemisch angegangen und ihre Toxine via Leber/ Galle ausgeleitet werden, sonst sind sie in der Lage, den ganzen Körper zu durchdringen.

Im Darm kann es aber auch zur Fäulnis kommen. Normalerweise finden wir im gesunden Darm 400 verschiedene, gutartige Darmbakterien, vergleichbar einer Blumenwiese. Wenn das Verhältnis zwischen diesen Bakterienarten verschoben ist, werden einzelne Nahrungsstoffe anders abgebaut. Dabei entstehen Fäulnisgase. Diese werden auch an Lymphe und Blut übergeben. Weil sie im Blut zirkulieren, werden sie auch von der Niere ausgeschieden. Wir können diese Produkte dann als Farbreaktion im Urin nachweisen. So gelingt es uns, via Urinuntersuchung eine Aussage über die bakteriellen Verhältnisse im Darm zu machen.

Wenn es dem Darm nicht gut geht, hat das also nicht nur Folgen für die Verdauung. Verstopfung, Durchfall, Blähungen und Abgang von stinkender Luft betreffen wohl den Darm und machen Ihnen Probleme.

Stellen Sie sich nun vor, was in diesem Darm passiert. Durch das lange Herumliegen der Nahrungsmittel wird das Wachstum von Bakterien und Pilzen gefördert, die im Darm eigentlich nur eine Randexistenz führen oder gar nicht vorhanden sein sollten. Das ökologische Gleichgewicht stimmt nicht mehr. Zusätzlich wird, und das ist ganz wichtig, auch die zarte Darmschleimhaut geschädigt.

Zwischen Schleimhautoberfläche und Nahrungsbrei liegt eine dichte zuckerreiche Schleimschicht, die wie ein Sieb wirkt und dadurch die Auswahl der aufzunehmenden Moleküle mitbestimmt. Dieser Film wird von der Darmschleimhaut, den Nahrungs- bestandteilen und den Darmbakterien im Gleichgewicht gehalten.

Aus der Sicht der Abwehr kommt dem stark mit Leukozyten durchsetzten, lockeren Bindegewebe der Darmschleimhaut besondere Bedeutung für die regionale und über- regionale Grundregulation und Abwehr zu. Da alle Schleimhaut-Immunsysteme mit- einander kommunizieren, haben Darmstörungen also auch Auswirkungen auf Atemwege und Nasennebenhöhlen.

Die Grundsubstanz ist dicht durchsetzt vom vegetativen Nervensystem. Eine be- sondere Rolle in der Kurzschaltung von Darmepithel, vegetativen Nervenendigungen und Grundregulation spielen die Mastzellen mit ihren Histaminrezeptoren und ein intraepithelial liegender, spezieller Lymphozytentyp der Darmschleimhaut, die M- Zelle. Diese bilden die für den immunologischen Schutz der Schleimhautoberfläche notwendigen Abwehrstoffe (Immunglobulin A) und sorgen somit dafür, dass Erreger und Giftstoffe die Schleimhaut nicht als Eintrittspforte in den Körper benutzen können. Diese M-Lymphozyten kommen in direkten Kontakt mit den eingeschleusten Nahrungspartikeln und wandern mit den z.T. antigenen Stoffen ins Lymphgewebe zurück, wo sie den Abwehrzellen die Antigene präsentieren, worauf diese mit  der Produktion von Immunglobulinen und grundsubstanzmodulierenden Substanzen reagieren.

Durch die Arbeit von Pilzen und falschen Bakterien entstehen nämlich Abbau- produkte, die eigentlich gar nicht vorgesehen sind. Diese äussern sich nicht nur in Form der früher genannten Blähungen, sondern sie werden vom Darm ja ans Blut und von diesem weiter ins Gewebe übergeben und wirken dort als Giftstoffe. So können diese Abbauprodukte den ganzen Körper krank machen. Sehr häufig ist das Auftreten von Allergien und rheumatischen Erkrankungen.

Wenn Sie morgens üblen Mundgeruch haben, kommt das nicht etwa von einer Magen-störung, sondern daher, dass die vom Blut aufgenommenen Darmgifte über die Lunge teilweise abgeatmet werden.

Unser Darm wird im wesentlichen vom Parasympathicus (Teil des vegetativen Nerven- systems) gesteuert. Der Parasympathicus ist ein Hirnnerv und erreicht über sehr lange Fasern den Darm, aber auch vom Darm das Gehirn. Über Hypothalamus (Steuerung) und Thalamus (Fühlen) gibt es dann Verbindungen zur Grosshirnrinde (Denken). Der Thalamus ist das grosse Integrationsgebiet, wo unser ganzes körper- liches Fühlen stattfindet. Wir sagen doch oft, dass wir aus dem Bauch reagieren. Das Geschehen im Darm hat also direkten Einfluss auf unser Wohlbefinden.

Eine gesunde Darmflora ist auch in der Lage, direkt Moleküle zu produzieren, die im Körper als Bausteine für die Informationsübermittlung benötigt werden und so viel zu unserem Wohlbefinden beitragen.

Beim richtigen Abbau von Ballaststoffen im Dickdarm entstehen kurzkettige Carbonsäuren. Diese helfen den Bakterien, sich zu vermehren und diese sind in der Lage, bis zu 50% der von der Dickdarmschleimhaut verbrauchten Energie bereit- zustellen. Wenn wir also die gesunde Darmflora pflegen, wird der Ernährungszustand der Dickdarmschleimhaut verbessert.

Unser Ziel muss also sein:

In unserem Darm müssen wieder die passenden Bakterien vorhanden sein, und die geplagte Darmschleimhaut muss sich erholen können.

Was wäre einfacher, als die lieben Darmbakterien anzupflanzen? Gar nicht einfach ist das. Zuerst müssen wir den Boden vorbereiten. Oder haben Sie jemals gesehen, dass ein Rasen wächst, wenn Sie einfach Samen ausstreuen? Zuerst muss der Boden vorbereitet werden, also der Darmschleimhaut die Chance gegeben werden sich zu erholen.

Mit dem Darm machen wir das im Prinzip so, dass wir alles Alte, Giftige loswerden (Reinigung), den Darm durch Ruhigstellung eine Erholungspause gönnen (Terrain-Verbesserung) und dann die ökologisch richtigen Bakterien anpflanzen (Sanierung).

Also:

Reinigung
Terrainverbesserung
Sanierung


Da die Löslichkeit der abgelagerten Gifte (Toxine) wesentlich vom Säuregrad abhängt, ist es nötig, dass wir diesen möglichst optimal gestalten.

Alle Toxine sind leichte Säuren, und diese lassen sich im sauren Milieu nicht lösen. Möglicherweise müssen wir also den Säuregrad verändern.

 

Säure-Basen-Haushalt

Das biologische Gleichgewicht im Blut und in den meisten Körpergeweben liegt idealerweise bei einem pH-Wert von 7,4.

Reines Wasser enthält zum Beispiel gleich viele Säure- und Basenelemente. Die Säureelemente werden verkörpert durch die H-Ionen, die Basenelemente durch die OH-Ionen. Dadurch liegt ein ausgeglichener Zustand vor; das Wasser ist neutral.

Der pH-Wert des Blutes kann im Extremfall zwischen 7,3 und 7,8 schwanken. Entscheidend dabei ist aber die Pufferkapazität im Organismus. Gäbe es diese nicht, so würde jede säurehaltige Speise den pH-Wert drastisch verändern. Das Blut muss seinen Säuregrad (pH) konstant halten. Wenn sich seine Pufferkapazität durch die Zufuhr von Säuren langsam erschöpft, besteht nur die Möglichkeit, die über- schüssigen sauren Valenzen ins Gewebe abzuschieben.

Ganz entscheidend ist es deshalb, zu wissen, wie sauer das Milieu in den einzelnen Körperzellen ist. Wenn der Säuregrad dort zu gross ist, können die Zellen ihre Aufgaben nicht mehr richtig erfüllen. So werden dann Erkrankungen und Degene- rationen auftreten. Unsere wichtigsten Zivilisationskrankheiten wie degenerative Gefässprozesse und Malignome werden verständlicher, wenn man sie als intra- zelluläre Azidose betrachtet. Dabei findet man immer einen alkalisch erhöhten Blut-pH und eine verminderte Pufferkapazität des intrazellulären Raums.

 

Diagnostik

Wie oben angedeutet, ergibt die Messung im Blut, im Urin und im Speichel nur eine Momentaufnahme des Stoffwechselgeschehens.

Das Blut unterliegt infolge der Pufferwirkung im Gegensatz zum Urin nicht ständigen pH-Schwankungen, wie sie durch den Säure-Basen-Haushalt gegeben sind. Diese relative Konstanz bezieht sich nur auf den pH, nicht aber auf die Pufferkapazität.

Der Urin-pH unterliegt dagegen unmittelbar äusseren Einflüssen wie Nahrungs- und Getränkeaufnahme. Auch existiert ein 24-Stunden-Rhythmus der Nierenfunktion. Nachts und in den frühen Morgenstunden werden vermehrt Säuren ausgeschieden. Auch das Kaliumion beeinflusst den pH-Wert des Urins. Bei Kaliummangel wandern Natriumionen in die Zelle, wo sie das fehlende Kalium ersetzen. Extrazellulär bewirkt das eine Alkalose, intrazellulär eine Azidose.

Die Pufferkapazität des Blutes ist primär entscheidend zur Aufrechterhaltung des pH-Wertes, und sie ist die erste Pufferstation der ins Blut gelangenden sauren Valenzen. Einen gewissen Anteil an der Pufferung übernimmt dabei das Hämoglobin (Blutfarbstoff).

Was aber im Gewebe, speziell im Bindegewebe, geschieht, lässt sich nur schwer darstellen.

Da hilft uns folgende Überlegung:

Wenn wir die Pufferkapazität des Plasmas (Blutflüssigkeit ohne Blutkörperchen) messen und sie in Beziehung setzen zur Pufferkapazität des Gesamtblutes, sind wir in der Lage, etwas über den Säurezustand (Intrazellulärpuffer) in den einzelnen Körperzellen (Blutkörperchen sind ja auch Zellen) auszusagen. Also:

INTRAZELLULÄRPUFFER = Pufferkapazität des Blutes minus Pufferkapazität des Plasmas

Die intrazelluläre Übersäuerung ist das Schlimmste, was uns passieren kann. Die sauren Valenzen, die sich in der Zelle versteckt halten, entgehen nicht nur der normalen pH-Messung (die Messsonde bleibt ja nur im Plasma stecken und erfasst den intrazellulären Raum nicht), sie werden auch von der Niere nicht erkannt und folglich auch nicht ausgeschieden.

Wenn wir uns vor Augen halten, wie pH-abhängig alle enzymatisch gesteuerten Stoff-wechselreaktionen sind, dann ist klar: die intrazelluläre Übersäuerung ist das Übel.

An dieser Stelle möchte ich Ihnen über ein im allgemeinen unbekanntes Phänomen berichten, das ganz wesentlich vom Säure-Basen-Haushalt abhängt:

 

Pleomorphismus und Symbiose

Prof. Dr. G. Enderlein (1872-1968)

Die Grundlage der Forschung von Prof. Dr. G. Enderlein war das Werk des fran- zösischen Forschers A. Bechamps. Dieser beschrieb in seinem Werk "Microcymas", dass ein Mikroorganismus unter genau festgelegten Voraussetzungen in verschie- denen Formen (pleo = mehrere, morph = Form) auftreten kann, ohne seine pathogene Eigenart zu verlieren. Der Mikroorganismus kann von kleinsten Eiweiss- molekülen bis hin zu grossen, vielkernigen, hochentwickelten Stadien wie Bakterien oder Pilzen variieren.

Mit Hilfe der Dunkelfeld-Mikroskopie erbrachte Prof. Dr. G. Enderlein in jahrelangen Forschungen den Beweis, dass die Viren und Bakterien nicht die kleinsten Lebe- wesen sind, sondern dass Viren, Bakterien und Pilze bereits eine Entwicklungsstufe dieser lebendigen Eiweissmoleküle darstellen, was er Cyclogenie (kyklos = Kreis, genos = Geburt, Ursprung) nannte.

Bereits 1915 hatte er im Blut eine Bakterienphase isoliert und in Reinkultur zum Pilz Mucor racemosus Fresen gezüchtet. Er konnte zeigen, dass dieser Erreger in seinen Primitiv-phasen (Eiweisskörper) bereits diaplazentar auf jeden Embryo übertragen wird, und nannte ihn Endobiont. Vor Jahrmillionen erfolgte die Infektion des gesamten Säugetierbereichs durch diesen Pilz. Dieser Pilzparasit entwickelt im Körper alle Stadien, die alle Gewebe und Organe mehr oder weniger befallen können. Gerade dieser Umstand macht den Parasiten so gefährlich und ist die Ursache der Vielfältigkeit der chronischen Erkrankungen.

Zitat Enderlein: Sobald das Gleichgewicht des Blutserums, zwischen Mineralsalzen (Basen) und Säuren, längere Zeit durch falsche antibiologische Ernährung nach der sauren Seite hin gestört wird, setzt eine uferlose Vermehrung der Endobionten ein. (...) Je höher ein Endobiont in seiner Entwicklungsreihe steigt, desto mehr nimmt seine Schädlichkeit zu, und um so höher steigt die Übersäuerung des Blutes.

Schädlichkeit des Endobionten und Übersäuerung stehen also in einem sich gegenseitig steigernden Wechselverhältnis.

Die Isopathie (iso = gleich, pathos = Leiden) ist nun ein Heilverfahren, das Stoffwechsel-produkte, die bei Infektionen entstehen, als Heilmittel gegen diese Erkrankung verwendet. Die von der Firma Sanum-Kehlbeck hergestellten Präparate basieren auf der Entdeckung von Prof. Dr. G. Enderlein, dass bestimmte im Blut existierende Mikroorganismen sich retrograd beeinflussen lassen. Sie werden durch die Primitivformen (Eiweisskörper) des gleichen Erregers in niedrigere Entwick- lungsstufen zurückgeführt. Diese verlassen dann unseren Körper durch die Ausscheidungsorgane (Niere, Darm, Lunge, Haut).

Wenn wir die Isopathie anwenden, ist es möglich, die Aggressivität des Mikro- organismus im menschlichen Körper zu reduzieren, ja ihn sogar für das Gewebe unschädlich zu machen. Es handelt sich also um die Umwandlung des pathogenen Mikroorganismus in seine ungefährlichen Primitivformen.

 

Atmungsfermente und Atmungskatalysatoren

Der Zitronensäurezyklus ist die Drehscheibe des Stoffwechsels. In ihn münden nicht nur die Spaltprodukte des Kohlenhydratstoffwechsels, des oxydativen Fettsäure- abbaus und - nach Transaminierung - des Eiweissstoffwechsels, sondern er liefert auch wichtige Bausteine für Synthesen. In Verbindung mit der Atmungskette ist der Zitronensäurezyklus auch die bedeutendste Energiequelle des Stoffwechsels. Der Zitronensäurezyklus ist hauptsächlich - wie die Atmungskette - in den Mitochondrien der Zellen lokalisiert. Diese enge räumliche Lokalisation ist deshalb von Bedeutung, weil der Zitronensäurezyklus nur dann normal durchlaufen werden kann, wenn der gebildete Wasserstoff in der Atmungskette zu Wasser oxydiert wird. Ein Block an irgendeiner Stelle des Systems führt zum Stillstand im Ablauf.

Der Therapie mit den homöopathisierten Faktoren des Zitronensäurezyklus kommt eine besondere Bedeutung zu. Sie vermögen nicht nur Stauungen zu beseitigen, sondern sie setzen auch durch Induktion der entsprechenden Fermente den Ablauf des Zitronensäurezyklus wieder in Gang. Gleichzeitig katalysieren diese Präparate die Atmung der Zelle.

Die Chinone (Elektronendonatoren, Redoxmittel) haben freie Radikale. Diese freien Radikale brechen über den Wasserstoffentzug die Kondensationsvorgänge im Sinne einer Depolymerisation auf (Entsulzung). Die Festsetzung von Toxinen, Degene- rationen und bösartige Entwicklungen sind solche Kondensationsvorgänge.

 

Diagnostik

Prof. Koch hat einen einfachen Schrumpfungstest entwickelt, mit dem auf einfache Weise festgestellt werden kann, welcher Grad von Erkrankung bzw. welches Stadium der Heilung beim Patienten vorliegt.

Eine 0,9% Kochsalzlösung hat die gleiche Konzentration wie unsere Blutflüssigkeit. Wird unser Blut im Labor nun mit einer konzentrierteren, 1% Kochsalzlösung vermischt, so müssten die weniger konzentrierten Blutkörperchen wegen des Wasseraustritts normalerweise rasch schrumpfen. Eine verzögerte Schrumpfung der roten Blutkörperchen zeigt eine Starrheit der Wand an, die durch Blockierung der Atmungsfermente verursacht ist. In diesem Falle ist eine Behandlung mit homöopathischen Präparaten des Zitronensäurezyklus und/oder von Chinonen angebracht.

 

Spezifische Faktoren

Bis jetzt habe ich über Tatsachen geschrieben, die jeden menschlichen Körper betreffen und somit Allgemeingültigkeit haben. Jeder von uns hat aber auch spezielle Schwachpunkte. Sicher sind diese uns häufig selbst bewusst, oder wir können einen Teil durch die Befragung orten oder organische Schwächen mit der Regulations- thermographie entdecken.

Zur Entdeckung der versteckten energetischen Zusammenhänge können wir die bioelektronischefunktionsdiagnostik benützen. Dabei werden die Endpunkte der Akupunkturmeridiane an Händen und Füssen fotografisch festgehalten. Mit dieser Technik sehe ich sofort, in welchem energetischen System Schwächen vorliegen.

 

Vorgehen,Kosten,Krankenkassenleistungen

Diagnostik

Damit der ganze Untersuchungsgang durchgeführt werden kann, müssen Sie im Abstand von 48 Stunden zweimal in meine Praxis kommen, denn der Test zur Bestimmung der zellulären Immunität muss ja nach 48 Stunden abgelesen werden.

Falls alle Untersuchungen an einem Tag durchgeführt werden, starten wir mit der Thermographie, anschliessend spreche ich mit Ihnen, und dann werden die Blut- untersuchungen durchgeführt.

Eine andere Möglichkeit besteht darin, an einem Tag die Thermographie, an einem andern die Blutuntersuchungen durchzuführen.

Thermographie (Fr. 320.--), Dunkelfeldmikroskopische Untersuchung (Fr. 120.--), Darmgiftnachweis (Fr. 70.--), Schwermetalluntersuchung des Urins (Fr. 60.--) und die bioelektronischefunktionsdiagnostik sind keine Pflichtleistungen der Krankenkasse. Die übrigen Untersuchungen werden nach Krankenkassentarif berechnet.

 

Therapie

Eine allfällige Therapie richtet sich natürlich nach den erhobenen Befunden.

Häufig setze ich zur Umstimmung des Körpers die Eigenblutbehandlung in Tropfen- form ein. Es handelt sich um eine homöopathische Therapie. Das eigene Blut wird über neun Stufen potenziert und je nach Reaktionslage der Tests mit homöo- pathischen Ampullen verstärkt. Welches Mittel könnte persönlicher sein als das eigene Blut? Die Kosten dieses Behandlungssets betragen Fr. 140.-- (zusätzlich die homoeopathischen Ampullen, durchschnittlich Fr. 60.--). Einzelne Kassen bezahlen diese Behandlung voll, andere vergüten gar nichts.

Die durchschnittlichen Tageskosten der eingesetzten Mittel betragen Fr. 5.-- und werden häufig nicht rückvergütet, weil es sich um eine von den Kassen nicht anerkannte Therapie handelt. Diese Medikamente müssen Sie sicher während 2 Monaten einnehmen.

Zur Verbesserung der entscheidenden Mikrozirkulation setze ich häufig die UVB (Ultra-violett-Behandlung des Blutes) ein. Eine einzelne Sitzung kostet Fr. 100.--, nötig sind normalerweise 11 Sitzungen. Auch hier handelt es sich nicht um eine Pflichtleistung.

Einzelne Kassen bezahlen im Rahmen der Grund- oder von Zusatzversicherungen jährlich zwischen Fr. 1000.-- und Fr. 1500.-- für nicht anerkannte Therapiemethoden. Erkundigen Sie sich bei Ihrer Versicherung.

Ihre grösste Anstrengung könnte in einer Ernährungsumstellung bestehen. Je nach Untersuchungsresultaten müssen Sie damit rechnen, dass es nötig ist, auf einzelne Nahrungsmittel bis auf weiteres zu verzichten.

Wenn Sie sich von Diagnostik und therapeutischem Vorgehen angesprochen fühlen und sich bewusst sind, dass Ihnen selbst Kosten entstehen, so bitte ich Sie höflich, zwei Termine für die Untersuchungen zu vereinbaren.